Es ist in der Tat fragwürdig. Einserseits. Andererseits, muss man wohl auch verstehen, dass es, trotz der Kriese, Geschäftszweige der UBS gibt (z.Bsp. Prive Banking, Wealth Management) welche, mindestens im Jahr 2008, profitabel waren. Somit haben die dort tätigen Mitarbeiter ihre Ziele ganz oder teilweise erreicht und den Bonus verdient. Es ist nun einfach so, wie auch Herr Haltiner richtig sagt, dass die Boni teil des Lohnes sind und somit ausbezahlt werden müssen. Auch in einer Kriese und ja, auch dann wenn der Staat Geld eingeschossen hat.
Aus ethischer Sicht stellt sich natürlich nun die Frage ob das korrekt ist und auch wem die Gelder zugute kommen. Sollten die Manager wiederholt davon profitieren, wäre dies sicher falsch und ein schlechtes Zeugnis für eben diese Leute.
Kommen die Boni jedoch jenen zu Gute welche auch die Leistung erbracht haben, gibt es wohl dagegen nichts einzuwenden. Im Gegenteil, es ist wahrscheinlich gerade notwendig. Denn das Argument, dass das Personal davon laufen würde, wenn es keine Boni erhält, hat schon seine Richtigkeit. Zwar wird jetzt niemand einfach so kündigen. Jedoch ist es erwiesen, dass eine Bonuszahlung durchaus einen Motivationsschub leisten kann. Und genau das ist es was UBS und Co. jetzt brauchen. Ansonsten werden wohl die Resultate noch schlechter aussehen und der Staat abermals zur Kasse gebeten - was wiederum eine ähnliche Debatte auslösen würde. Und diese möchte auch niemand....gell?
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1 comment:
Welcher Mitarbeiter auch immer - ob Manager oder einfacher Bankangestellter - jetzt eine Bonuszahlung entgegennimmt, der hat keinen Verstand für Menschlichkeit. Egal, ob er hart gearbeitet hat oder nicht. Viele Leute arbeiten hart und es gibt für sie keine Boni. Auch nicht einen wunderbaren Lohn von Fr. 150'000.- (Durchschnittseinkommen aller Banker). Es ist eine grosse Dummheit der Bankenbranche, wenn sie auch jetzt nicht versteht, dass es ein Zeichen von ihnen für die Glaubwürdigkeit braucht. Und dieses Zeichen heisst: Verzicht auf Boni und Rückkehr zu gesitteten Lohnverhältnissen. Punkt.
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